An MyBudget arbeite ich seit August 2021. Der Hintergrund war eine saftige Mieterhöhung um fast 30 % der Kaltmiete. Mit meiner Lieblingstrafikantin hatte ich über Strategien für ein kleines Budget ein wenig geratscht. Mein Ansatz in knappen Zeiten war eigentlich immer: 10 €/Tag Ausgabenlimit (für 4 Personen) mit der goldenen Regel: Du darfst immer das Geld von gestern mit ausgeben, aber nie das Geld von morgen. Meine Trafikantin empfahl dagegen den Klassiker: Einnahmen minus Ausgaben aufgeteilt an vier, ergibt das Budget für eine Woche.
Auch ein Ansatz fand ich und hab mit Ionic begonnen ein wenig zu programmieren. Eigentlich sollte es nur ein kleiner Taschenrechner werden, damit ich die wöchentlichen Ausgaben schnell und einfach im Blick behalte. Und Ionic weil ich kurz zuvor eine Absage auf eine Bewerbung erhalten hatte, da ich genau mit dieser Framework damals noch nicht gearbeitet hatte, sondern "nur" mit Nativescript... Das hat mich ziemlich gewurmt. Ich bin Informatiker und ich programmiere schon ziemlich lange. Ob die Sprache oder das Framework abc oder def heißt, ist mir dabei wirklich völlig schnuppe.
Kurz nach dem "Mini-Taschenrechner" für die Ausgaben (heute der erste Tab der App) fiel mir auf, dass das Handy eigentlich auch ein prima Ort für die Einkaufsliste ist. Man hat es immer dabei. Keine Zettelwirtschaft, keine Erinnerungssaltos mehr, einfach einen weiteren Tab für die Einkaufsliste (der Tab2 der App). Und dann fehlte nur noch die Verbindung: Die Daten von der Einkaufsliste mussten fix und einfach in den ersten Tab. Extra Tippen gespart. 😊
Die Mieterhöhung hätten wir uns eigentlich nicht leisten können. Wir, das sind in dem Fall meine beiden Jüngsten, damals 17, unser Hund und ich. Und ich fand sie sehr unfair. Wir hatten lange nach Wohnungen gesucht, aber keine fand unser aller Zustimmung. Und zugegeben, wir wohnen hier zwar nicht luxuriös, aber einfach super fantastisch. Um die Mieterhöhung zu tragen und meine beiden Jüngsten ein klein wenig auf das Leben vorzubereiten, das da am Anrollen war, habe ich einen "Trick" gefunden. Ich schlug ihnen einen Deal vor: Ich überweise euch die Familienbehilfe komplett als Taschengeld und dafür übernehmt ihr jeder einen Anteil an der Mieterhöhung. Unterm Strich hatten wir damit alle ein "Geschäft" gemacht. Sie bekamen dennoch deutlich mehr Taschengeld als zuvor, was angesichts der bevorstehenden Matura eh mehr als angebracht war, und ich hatte "nur" die gleiche Miete wie zuvor zu tragen.
Da es wichtig ist, dass jeweils am 1. eines Monats auch genug Geld auf dem Konto ist, damit die Miete bzw ihr Mietanteil auch abgebucht werden kann, schickte ich meinen fantastischen Zwei mein Supa-Dupa-ExcelSheet zur Berechnung der Einnahmen und Ausgaben. Damit man immer im Blick behält, was man hat und was eben nicht. Tja, und dieses SupaDupa-Excel Sheet wünschte sich dann mein Sohn als Tab3 der App. So entstand der Finanzmanager, der wirklich viel besser und einfacher ist, als mein Supa-Dupa-ExcelSheet, das man ja auch gar nicht immer dabei hat.
Etwa zur gleichen Zeit hatte ich auch das Glück, in das Unternehmensgründungsprogramm des AMS aufgenommen zu werden. Was habe ich euphorisch und begeistert an meinen diversen Apps gearbeitet und wirklich gehofft, ich könnte als Unternehmer erfolgreich sein. Aber das hat leider nicht final geklappt. Marketing war mir ein Greuel und die rechtlichen Aspekte haben mich nicht mehr ruhig schlafen lassen. Heute würde ich empfehlen, so etwas nicht allein anzugehen. Zusammen mit Mehreren tut man sich leichter, kommt mir vor, und auch ein ausführliches finanzielles Polster und anwaltliche Unterstützung scheint mir nützlich. Ende letzen Jahres habe ich im Zuge weiterer Sparmaßnahmen Soft Work e.U. schweren Herzens eingestellt (und alle Apps auf GRATIS gesetzt 😊).
Der Ökotracker kam später als die anderen Tabs. Wahrscheinlich waren es Artikel zum EarthOvsershoot-Day, der in Österreich immer bereits im April eines jeden Tages ist, die mich über meinen Konsum tierischer Produkte wieder neu haben nachdenken lassen. Nun bin ich schon sehr lange Vegetarier, kaufe vorwiegend Bio-Sachen ("Bio ist Klimaschutz zum Essen" 😊) und dachte immer, damit bin ich eh schon super gut (...), aber Käse, Eier, Milch etc waren ja auch ein Punkt. Und sie sind auch ein wesentlicher Punkt. Laut einem Bericht aus dem Guardian 2018 kann sich der negative Einfluss von uns Menschen auf diese Erde schon sehr deutlich reduzieren, wenn wir - besonders in europäischen Ländern - auch nur auf die Hälfte unseres tierischen Konsums verzichten würden. Das ist doch mal ein vielversprechender Punkt. Der Ökotab war geboren. Und unser Milch und Eikonsum hat sich seither deutlich reduziert. Natürlich wäre es sicher besser, Veganer zu werden. Aber ich für mich muss gestehen, dass ich das einfach noch nicht ganz schaffe. Aber ich möchte auf jeden Fall, dass die Tiere, die für uns freundlicher Weise Milch und Eier produzieren, artgerecht gehalten werden können. Bio ist also Pflicht. Und ich möchte auch, dass alle Menschen so konsumieren können wie wir. Sonst wären wir ja darauf angewiesen, irgendwie irgendwo sozusagen "Sklaven" zu haben, die durch ihr Nicht-Essen-Können das ökologische Gleichgewicht der Erde aufrecht erhalten, wie es ja defacto derzeit der Fall ist. Der Welterschöpfungstag .... Also die Grundfrage hinter dem Ökotab ist: Hält diese unsere wundervolle Erde mich 8 Milliarden mal aus und können die für den Konsum notwendigen Tiere dann auch noch artgerecht gehalten werden?
Die Datensicherung... ist ein heikles Thema. Klar, der Vorteil, wenn alle Daten nur lokal auf dem Handy liegen, ist natürlich, dass man nicht auf ein Netz angewiesen ist, kein nerviges Passwort/Login, und keine hochgradigen Server-Sicherheitsmaßnahmen. Aber natürlich hat es auch Nachteile. Eine Datenbank auf der Serverseite könnte viele coole Dinge flugs erledigen. Und um die Datensichererung müsste man sich als Nutzer gar keine Sorgen machen, das würde bequem über den Server gehen. ... ja, leider hat alles seinen Preis....
Zunächst hatte MyBudget ganz einfache Export- und Import Funktionen, mit denen die Daten ins Dateisystem geschrieben wurden. Damit lagen sie natürlich immer noch auf dem Handy und man musste selbst daran denken, sie ab und an an ein sicheres Plätzchen zu kopieren. Und dann habe ich doch tatsächlich mein allerwertvollstes, allerwichtigstes App-Entwicklungs-Allround Handy irgendwie verloren. Also ich hoff noch immer, es taucht wieder auf... Neben sehr wertvollen und unwiederbringlichen Bildern und letzten Chats hatte ich zu dem Zeitpunkt auch die externe Datensicherung leider ein wenig vernachlässigt. Zwei Monate Daten verloren. Was habe ich gelitten....
Dazu kam, dass Google in Bezug auf den Datenzugriff immer unangenehmer wurde. Also sicher ist das alles gut gemeint. Aber MyBudget ist ja jetzt kein "Hack-Programm", ich will ja gar nichts Fremdes lesen. Nur die Daten, die ich von meinem persönlichen Server auf mein Handy gespielt habe, täte ich gern mit der App einlesen. Das geht nun nicht mehr. Jede App darf nur noch auf die Daten zugreifen, die sie selbst erstellt hat. Und so wie ich Daten von meinem Handy auf einen Server und zurück auf mein Handy kopiere, sind es nicht mehr die Daten der App und die App kann sie also nicht lesen.... Was habe ich geflucht...
Meine Lösung, die auch bedenkt, dass das manuelle hin- und herkopieren a) nervig und b) vergess-anfällig ist, finde ich jetzt aber sowieso viel einfacher und komfortabler: MyBudget erstellt jetzt ein Zip der Daten und dieses kann man sich per Mail zu senden lassen. Das Zip File ist nicht ultariesig; bei mir sind es derzeit 113 kB, das sind die Daten von einem Jahr und mehr speichert MyBudget eh nicht. Bei meinem Mailprovider haben ich eine Extra-Ordner und Filter angelegt, so dass die Zip Files, die MyBudget sendet, genau in diesem speziellen Ordner landen. Und dort können sie dann gemütlich vor sich hin chillen, bis ich sie brauche. Daten gesichert mit wenigen Klicks. Und dank roter Warnzeichen an der App wird man jetzt auch nachdrücklich an die Datensichering erinnert (konfigurierbar).
Und für das Einspielen der Daten blieb die "ShareTarget" Variante. Die läuft noch und ich hoffe, Google schiebt da nicht auch noch einen Riegel vor. Aber wenn ich - Benutzer und Eigentümer (!) meines Handys - beschließe, ich möchte eine Datei an eine App senden, wird da ja wohl hoffentlich auch zukünftig kein Neunmalkluger-Sicherheitsbeauftragter irgendwelche Einwände generieren. Damit ist das Einspielen jedenfalls ganz einfach: Mail am Handy öffnen, Zip-Datei sichern. Einen Dateimanager öffnen, Zip-Datei auswählen, auf 'Teilen' klicken und MyBudget als Ziel wählen. Und schwupsdiwups sind die Daten eingespielt.
... to be continued ...